Rezension „Ich fühle was, was du nicht fühlst“

Allgemein


Infos: 

  • Erscheinungsdatum: 22.08.2016
  • Preis: 16,99€ (D)  17,50€ (A)
  • Art: Paperback, Klappenbroschur
  • Verlag : Heyne 
  • Genre: Roman
  • ISBN: 978-3-453-26590-5
  • Seitenzahl: 400 Seiten

Zum Buch

    Klappentext: 
    Die 13-jährige India lebt mit ihren Hippie-Eltern und ihrem Bruder Che in der bürgerlichen Umgebung einer süddeutschen Kleinstadt. Intelligent und mit spöttischem Scharfblick betrachtet sie die Welt der Erwachsenen und durchschaut deren Lebenslügen. Ihr Nachbar, ein Musiklehrer, überredet sie zu Klavierstunden und entdeckt ihre große musikalische Begabung. Während ihre Eltern mit einer Ehekrise beschäftigt sind und Che in die Kriminalität abzudriften droht, entsteht zwischen India und ihrem Lehrer eine einzigartige Verbindung, getragen von der Liebe zur Musik. Doch in einem einzigen Moment zerstört er ihr Vertrauen, und India steht vor einer furchtbaren Entscheidung: Ihr Geheimnis öffentlich zu machen – oder für immer zu schweigen.

    Cover: 

    Der Hintergrund des Covers ist weiß und darauf sieht man das einen tollen Farbverlauf von rot, gelb, orange und blau, als wäre es mit Tusche bemalt worden. 

    Ich finde, dass das Cover ungwöhnlich uns einfach mal was anderes ist. Da ich selber gerne male und solche Farbverläufe auch immer sehr schön finde, gefällt mir auch dieses Cover sehr gut. In dem Buch liegt der Mittelpunkt auf Gefühlen und genau diese vermittelt auch das Cover, sodass es so scheint, als wolle das Cover dem Betrachter eine Botschaft überbringen und das finde wirklich sehr gut gelungen, da es zudem auch sehr gut zum Buch passt.

    5/5 Sterne

    Titel:

    Die Aussage, die der Titel macht, trifft auf mehrere Situationen und Beziehungen in dem Buch zu, da unsere Protagonistin oft ganz anders fühlt, als die Leute um sie herum. Und ich finde, dass der Titel somit die Handlung gut beschreibt, aber trotzdem nicht zu viel verrät. Der Titel harmoniert außerdem sehr gut mit dem Cover, da die bunten Farben die verschiedenen Gefühle, die in dem Titel angesprochen werden, gut zum Ausdruck bringen.

    5/5 Sterne

    Umsetzung: 

    Angesprochen hat mich vor allem das Cover, da es mir sofort in Auge gesprungen ist, denn es sieht einfach anders gestaltet aus als die meisten anderen Bücher. Aber auch der Inhalt des Buches klang interessant. Erwartet habe ich eine außergewöhnliche Geschichte, die viele verschiedene Gefühle in mir weckt und ich wurde nicht enttäuscht.

    Im Grunde kann man sagen, dass das ganze Buch von der Handlung her sehr ruhig ist und auch nicht so viel passiert, jedoch treten dadurch die Gefühle, die vermittelt werden, sehr in den Vordergrund und diese haben mich sowohl zum lachen als auch zum weinen gebracht. Und ich denke, dass es bei dem Buch auch wirklich nicht um die Handlung an sich geht, sondern die Gefühle, die Beziehungen der Charaktere und vor allem die Protagonistin geben dem Buch erst die Handlung.

    Wir erleben die Geschichte aus der Sicht der 13-Jährigen Protagonistin India, die ich wirklich gerne mochte. Ich konnte sie gut verstehen und mich teilweise sogar mit ihr identifizieren. Ich fand sie einfach toll, weil sie so unglaublich anders ist als die meisten anderen Protagonistinnen. Die Autorin hat es geschafft, dass ich mich so sehr mit India verbunden gefühlt habe, dass ich dasselbe gefühlt habe wie sie. Wenn sie sauer war oder verzweifelt war ich es auch. Und ich finde, dass ist schon eine echt tolle Leistung. 

    Auch die anderen Charaktere haben gut in das Bild der Geschichte gepasst und obwohl es wirklich teilweise so „typische“ Charaktere waren, die in vielen Büchern auftauchen, waren sie alle sehr realistisch dargestellt.

    Das Buch behandelt sehr einfühlsam viele verschiedene Themen und Konflikte und nicht nur den, der schon auf dem Klappentext angesprochen wird, wie beispielsweise die Rechte Szene, Erwachsenwerden, selbstfindung, Identität und auch Gewalt in verschiedener Art und Weise. All diese Themen wurden in der Geschichte gut miteinander verknüpft und gut in die Geschichte eingebracht.

    Im Prinzip handelt  es sich um eine Geschichte, die einfach so aus der Realität gegriffen wird, da all die Dinge und Themen des Buches auch in der Realität passieren. Es geht auch viel einfach um das Leben an sich und auch wenn das Buch in den 70ern spielt, kann man die Handlung auch auf die Gegenwart übertragen, woran man nochmal gut sieht, dass manche Dinge gar nicht so anders waren. 

    Das Buch hat mich insgesamt wirklich mitgenommen und ich ich konnte es einfach nicht mehr aus Hand legen.

    Der Schreibstil def Autorin war sehr flüssig zu lesen und hatte auch teilweise so einen Hauch von Poesie, was mir sehr gut gefallen hat. 

    Zusammenfassend habe ich wirklich keine Kritik an dem Buch zu äußern, außer vielleicht, dass sich der erste Teil des Buch vielleicht etwas zu sehr gezogen hat, was man bei so einem Buch aber wirklich auch verkraften kann.

    Fazit: 

    Es  handelt sich um eine Geschichte, die die Gefühle, die sie vermitteln will, in den Vordergrund stellt, sondass die gesamte Handlung von Gefühlen geprägt und auch besonders durch unsere einzigartige und sehr außergewöhnliche Protagonistin geprägt ist. Das Buch spricht viele verschiedene wichtige Themen an, wie z.B. Erwachsenwerden, Zugehörigkeit und Liebe. Dies ist ein Buch, das so realistisch ist und mich nicht kalt gelassen hat, auch wenn im Grunde gar nicht so viel passiert ist, aber ich konnte es bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand legen und vermisse India, unsere Protagonistin, jetzt schon.

    Ich empfehle das Buch Jugendlichen, weil ich glaube, dass viele der Themem in dem Buch, vor allem auch diese Altersgruppe betrifft, doch meiner Meinung nach sollte es jeder gelesen haben, da es einfach etwas besonderes ist, wie ich finde. 

    5/5 Sterne

    LG Nessi 

    *An dieser Stelle bedanke ich mich beim Verlag, der mir das Buch freundlicherweise zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.

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    2 Gedanken zu “Rezension „Ich fühle was, was du nicht fühlst“

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