50 Architekten, die man kennen sollte

Allgemein, Rezensionen

Der imposante Petersdom von Donato Bramante und Michelangelo, Balthasar Neumanns Würzburger Residenz oder Antoni Gaudís unverwechselbarer Formenreichtum: Die Namen von Architekten, die herausragende Bauwerke geschaffen haben, gehen ins kollektive Gedächtnis ein und werden auch noch nach vielen Jahrhunderten bewundert. Bis in die heutige Zeit setzt sich die Faszination für herausragende Baukunst fort. Atemberaubende Wolkenkratzer wie der Burj Khalifa des Büros SOM oder der Hauptsitz des chinesischen Fernsehsenders CCTV des Büros OMA begeistern ebenso wie spektakuläre Museumsbauten wie Frank O. Gehrys Guggenheim Museum in Bilbao. Aber auch subtile architektonische Eingriffe sind weltberühmt: I. M. Peis außergewöhnliche Glaspyramide vor dem Louvre ist zum Markenzeichen des Museums geworden. Dieser Band versammelt die wichtigsten Architekten seit der Renaissance und stellt sie zusammen mit ihren Hauptwerken vor

https://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/P-Art-Flexo_50_Architekten_174732.jpg50 Architekten, die man kennen sollte

  •  Sabine Thiel-Siling, Kristina Lowis, Isabel Kuhl
  • Paperback, Flexobroschur, 160 Seiten, 19,3 x 24,0 cm, 145 farbige Abbildungen
  • ISBN: 978-3-7913-8339-2
  • € 19,95 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
  • Erschienen: 03.04.2017- Prestel Verlag

Quelle: Randomhouse.de

Von Alvar Aalto bis Frank Lloyd Wright, von Brunelleschi bis Zaha Hadid, von der Kathedrale Santa Maria des Fiore bis hin zur Elbphilharmonie – Dieser Band versammelt die Architekten, über die gesprochen wird. Damit auch jeder an diesen Gesprächen teilhaben und teilnehmen kann, bietet dieses Buch einen kleinen kompakten Einblick in die Geschichte, Philosophie und Werke der Architekten. Anhand von Zitaten, Bildern – ob einseitig oder doppelseitig – einer Zeitleiste und einem Text zu jedem Architekten wird darauf eingegangen, wie sie zu ihrer Arbeit kamen, welches ihre bekanntesten Gebäude und ihre (Wieder-)Erkennungs-Merkmale sind. Über die Zeitleiste erhält man zuerst einen groben Überblick über das Leben des Architekten, bevor man dann detailiertere Informationen in den Texten erfährt. Die Bilder geben dem Leser sofort einen Eindruck des Stils und Bauweise des Autors.

Das Buch ist bereits 2008 erschienen, wurde aber dieses Jahr wieder in überarbeiteter Fassung aufgelegt und ist dadurch sehr aktuell. Selbst Ereignisse der letzten Monate, wie der Tod Zaha Hadids im März 2016 oder die Fertigstellung der Elbphilharmonie wurden aufgenommen.

>>Architektur muss sich der Diversität der Gesellschaft anpassen, und muss widerspiegeln, dass ein einfaches Quadrat oder ein Würfel diese Diversität nicht beeinhalten kann<< – Toyo Ito

Das Buch ist ein guter Einstieg, um sich mit Architektur anzufreunden und sich dabei auf  die Architekten zu konzentrieren. Die Auswahl der Architekten, die „man kennen sollte“ ist ausgewogen in ihren Epochen, Stilen und Bauweisen. Natürlich muss man sich klar machen, dass man hier nur die bekannten und großen Architekten präsentiert bekommt, die auch soviel erreicht und bewirkt haben, dass man sie selbst als Nicht-Architekt kennen sollte. Die Texte stellen die Architekten  gut dar, geben viele Informationen ohne aufdringlich und überladen zu werden und gehen auch immer auf den Baustil oder ein bestimmtes Gebäude en detail ein. Hierbei wird jedem Architekten – egal ob aus der Vergangenheit oder jetzt noch aktiv, egal welchem Stil folgend, ob Klassizismus oder Dekonstruktivismus – der gleiche Respekt gezollt. Teilweiseie fallen Formulierungen in diesen Texte jedoch etwas holprig aus, was den Lesefluss hin und wieder unterbricht. Ansonsten lassen sich die Texte aber gut nach und nach lesen und bei späteren Durchblättern durch das Buch fällt einem beim Betrachten der Bilder auch sofort wieder ein, was an diesen Gebäuden so besonders war und auch oft die groben Fakten zu den Architekten – womit das Buch sein Ziel schon erreicht hat.

Gestört hat mich dabei leider des öfteren, dass die Texte nicht mit den Bildern korrespondieren und andere Gebäude ausführlich beschrieben werden, als auf den Bildern schlussendlich gezeigt werden. Einige der Bilder fallen auch nicht sehr represäntativ und aufklärend aus und sind nicht sehr aussagekräftig für den Stil oder den Architekten an sich. Oft war es einfach ein schlechter Winkel oder eine komische Perspektive, die das Gebäude dann etwas unerkennbar gemacht haben. Dies führt unter Umständen zu Verwirrung und mindert leider den Lehrwert einiger Texte. Auch fehlte mir teilweise die Kritik, die an den Werken einiger Architekten besteht, in den Texten. Dieser Teil fällt wahrscheinlich aber zu Gunsten der Neutralität, Lesbarkeit und der Kompaktheit weg. Als Ergänzung hätte mir auch noch eine kleine Einleitung und kurze Infos über die Autoren gefallen.

Für mich ein Band, der eine ausgewogene und nennenswerte Auswahl der besten  Architekten mit informativen Texten und Bildern verbindet. Egal ob man einfach noch mal etwas Nachschlagen möchte oder Tag für Tag eine Seite liest, es ist immer lehrreich! Ein tolles Buch, dass als perfekter Einstieg zur Architektur und ihren Künstlern dient, zu dem ich wohl noch öfter greifen werde! Sehr empfehlenswert! – 4/5 Sterne

©Marlon

*Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Prestel-Verlag zur Verfügung gestellt

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