Rezension zu „Mädchenmeute“ – Wo bleibt der Hype?

Rezensionen

Diese Rezesnion ist nicht entstanden, weil ich das Buch als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen habe, sondern weil ich voll und ganz hinter dem Buch stehe und möchte, dass es jeder da draußen liest. Ich rezensiere es, weil ich davon überzeugt bin.


Zum Buch:

„Mädchenmeute“ ist ein Roman der von Kirsten Fuchs geschrieben und im Oktober 2016 im Rowohlt-Verlag veröffentlicht wurde. Das Buch umfasst 463 Seiten und spielt in Deutschland. Es geht um eine Gruppe junger Mädchen, die aus einem Camp flüchten und sich allein im Wald durchschlagen müssen. Dabei lernen sie mehr über sich selbst als sie es sich je hätten vorstellen können.

Zum Inhalt:

Charlotte hat die Wahl, entweder ein Sommer in einem Ferienlager oder Ferien bei ihrer Oma. Sie entscheidet sich für das Camp und ist noch nicht ganz überzeugt von der Sache, als ihre Mutter sie in den Bus setzt und ihr viel Spaß wünscht. Im Camp angekommen lernt sie die andern Mädchen besser kennen und verschafft sich einen ersten Überblick. Das Camp erscheint ihr öde, die anderen Mädchen langweilig und die Camp Leiterin hat einen an der Waffel. Das ist Charlottes Einstellung, jedenfalls bis die ungewöhnlichen Ereignisse sich häufen. Sachen verschwinden und am Ende sogar die Camp Leiterin. Deshalb fassen die Mädchen den Entschluss, sich aus dem Staub zu machen und die Woche Camp Aufenthalt woanders zu verbringen. Auf sich gestellt suchen sie einen Unterschlupf um die Zeit abzusitzen und anschließend zu ihren Familien zu fahren, so als wäre nichts gewesen. Hauptsache weg vom Camp. So beginnt dir Reise der 7 Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und schon bald stehen sie vor großen Problemen. Um sie zu lösen, müssen sie zusammenarbeiten und sich aufeinander einlassen. Doch das ist einfacher gesagt als getan bei einer solchen Mädchenmeute.

Meine Meinung:

Ich bin sprachlos. Sprachlos begeistert und hingerissen von diesem Buch. Dieses Buch hat eine denkbar einfache Grundidee. Mädchen hauen ab und schlagen sich allein durch. Man könnte denken, dass dies auf fast 470 Seiten irgendwann langweilig werden könnte. Aber Fehlanzeige! Die Autorin hat es geschafft durch einen unglaublich fesselnden Schreibstil und eine unfassbar witzige Protagonistin dieses Buch mit Leben zu füllen und jede Seite zu einem Erlebnis zu machen. Ich konnte es nicht im Zug lesen, weil ich auf fast jeder Seite laut loslachen musste. Man kann nicht in Worte fassen, welchen Spaß dieses Buch beim Lesen gemacht hat. Doch nicht nur der Witz ist grandios an diesem Buch, auch die Werte die es vermittelt sind ganz besonders verpackt und kommen trotz der Leichtigkeit des Buches nicht zu kurz.Mädchenmeute-Kirsten Fuchs

Ab der Hälfte, wurde der Humor etwas in den Hintergrund gestellt, da sich einfach eine Situation entwickelte, an der es unpassend gewesen wäre auf jeder Seite laut loszulachen. Es gab noch genug Stellen zum Schmunzeln, aber es kamen eben auch ernstere Themen auf. Themen wie Selbstwahrnehmung, Zusammenhalt, Gruppendynamik, Familie und vor allem das Verhältnis zur Natur. Ich habe bereits viele Bücher gelesen, aber noch keines, das so geschickt belehrt hat wie dieses. Aus der Situation heraus wurden hier ganz wunderbare Werte vermittelt die einfach jeden dazu anregen sein Verhalten der Natur gegenüber zu überdenken. Was diese minderjährigen Teenie-Mädchen alles vom Wald und seinen Bewohnern gelernt haben, und was sie durch den Wald vor allem voneinander gelernt haben ist einfach ganz wundervoll und erstaunlich. Wenn sogar sie das schaffen, sollte es für unsere Gesellschaft doch erst recht machbar sein.

Die Mädchen haben das Survival Camp verlassen und sich allein durch die Natur geschlagen. Es ist Fiktion, aber das kam mir beim Lesen nicht so vor. Ich war dabei. Ich war im Wald bei Charlotte und den anderen Mädchen. Ich hatte den Waldgeruch in der Nase, die Vogelstimmen im Ohr und die Erde unter meinen Fingern. Dieses Buch hat mich komplett abgeholt und in sich hineingesogen. Das war ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Es haut mich noch immer um, was man nicht aus einer so simplen Grundidee herausholen kann durch die Macht der Worte und starke Protagonisten. Diese hatten alle ihre Ecken und Kanten und waren keine stereotypen, genau das hat sie so greifbar und glaubwürdig gemacht. Ich vermisse jedes einzelne von den Mädchen bereits jetzt und ich vermisse die Reise, auf die sich mich mitgenommen haben.

Eine Empfehlung:

Aber hallo! Jeder der dieses Buch nicht liest ist selbst daran schuld, dass ihm dieses Erlebnis entgeht. Es hat definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient.

Fazit:

Ich bin verliebt, in dieses Buch, in die Charaktere, in den Wald, den Schreibstil, den Witz, einfach in alles. Ich hätte nie gedacht, dass eine so einfache Geschichte mich so packen könnte und dass sich darin so viel Tiefe verbergen könnte. Ich habe bei diesem Buch gelacht, geweint und mich hineinfallen und forttragen lassen.

Selbstverständlich bekommt dieses Meisterwerk von mir volle 5 von 5 Sterne.


Ich hoffe ich konnte euch davon überzeugen, dieses Buch zu lesen. Das hoffe ich wirklich.

Liebe Grüße,

Vanessa

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2 Gedanken zu “Rezension zu „Mädchenmeute“ – Wo bleibt der Hype?

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