Spectrum – ist so viel Spannung erlaubt?

Rezensionen
„Er verdient sein Geld damit, ein Zauberer zu sein, so zu reden und so zu leben, und das jeden Tag. Warum ist das seltsamer, als ein Cop zu sein oder ein Mechaniker oder ein Kellner? Nur weil er sich nicht in eine kleine Schublade stecken lässt, macht ihn das noch lange nicht zum Freak. Er ist ein guter Kerl, und als Magier gefällt ihm sein Leben besser. Warum sollte man ihn deshalb verurteilen? Er kann doch sein, was und wer er will.“

Spectrum; Ethan Cross, Dr. Burke zu Carter und Nic


Huhu ihr Lieben,

ich habe das Buch, das ich euch heute vorstelle in nur 2 Tagen verschlungen, inhaliert, nennt es wie ihr wollt. 🙂

Der ThrillerSpectrum“ wurde von Ethan Cross geschrieben und erschien im Juli 2017 im Bastei Lübbe-Verlag. Das Buch hat 492 Seiten und spielt in den USA. Dies ist der Auftakt zu einer neuen Reihe von Ethan Cross. Er ist schon sehr bekannt durch seine „Shepherd“-Reihe. In „Spectrum“ lernen wir ein neues Team kennen, das sich am Anfang erstmal zusammenfinden muss und mit einigen Startschwierigkeiten den ersten gemeinsamen Fall löst.

Dominic „Nic“ Juliano ist ein kriegserfahrener Polizist bei der SWAT-Einheit. Er und sein Team haben gemeinsam schon viele Einsätze erfolgreich absolviert, plötzlich werden sie zu einem Überfall mit Geiselnahme gerufen. Zuerst sieht es nach einem klassischen Raubüberfall aus, doch der Spezialist für Kriminalistik Dr. August Burke sieht schnell, dass dem nicht so ist. Er ist ein Genie und denkt anders als die Anderen. Sein logischer Verstand und sein fehlerloses Analysieren machen ihn für diesen Fall unentbehrlich. Hinzugezogen wurde er von dem erfahrenen FBI-Agenten Sam Carter. Er hat schon etliche Dienstjahre auf dem Buckel und nutzt diesen speziellen Einsatz um endlich mal wieder vom Schreibtisch loszukommen. Er hält große Stücke auf Dr. Burke. Nun müssen Nic, Burke und Carter also zusammenarbeiten um diesen kniffligen Fall zu knacken. Sie drehen jeden Stein um, um etwas zu finden, dass ihnen hilft die Täter einzuschätzen. Doch dann kommt alles anders und der Fall nimmt eine grauenhafte Wendung. Ein Spiel gegen die Zeit beginnt und nur wenn die 3 Ermittler zusammenhalten können sie das Leben vieler Leute retten. Werden sie über ihren Schatten springen und sich zusammenraufen können?

Empfehlen würde ich das Buch ab 16 Jahren, da es stellenweise sehr brutal und blutig zugeht.

Mir hat dieses Buch unglaublich gut gefallen. Der Autor hat einen sehr fesselnden und spectrumsehr bildhaften Schreibstil und es ist mir immer sehr leicht gefallen der Handlung zu folgen und sie nachzuvollziehen. Zudem merkt man einfach, dass sehr gründlich recherchiert wurde, denn man erhält realitätsnahe Einblicke in den Alltag von Polizeibeamten. Man hat als Leser einfach das Gefühl als wäre man mitten drin und gehöre zum Team.

Das bringt mich gleich zum nächsten Punkt – das Team. Dass die Protagonisten nicht von Anfang an ein Top Team sind, finde ich richtig gut, denn dadurch, dass sie sich selbst erstmal untereinander kennenlernen müssen, lernt man sie als Leser automatisch gleich mit kennen. Man erfährt die Geschichte eines jeden Teammitgliedes und schließt es sofort ins Herz. Man findet sie einfach sympathisch, jeden auf seine Weise. Es wurden sehr verschiedene Charaktere geschaffen, die alle sehr glaubwürdig und echt rüberkommen. Keiner von ihnen ist perfekt und das macht sie sehr greifbar. Zudem fiebert man sehr mit ihnen mit und hofft, dass sie als Einheit zusammenwachsen um den Fall zu lösen.

Dass das Buch aus verschiedenen Perspektiven erzählt wurde, machte es unglaublich spannend, denn man bekam so nicht nur die Seite der Ermittler mit, sondern auch die anderer unterschiedlicher Personen, die etwas mit der Geschichte zu tun hatten. Dies machte es möglich, auch zu den „Bösen“ eine Beziehung wenn nicht sogar Sympathien zu entwickeln. Es war auch oft der Fall, dass ein Kapitel mit einem kleinen Cliffhanger geendet hat und dann die Perspektive gewechselt wurde. Man konnte also gar nicht anders als weiterlesen, denn man wollte ja wissen, wie es mit dem vorherigen Kapitel weiterging. Aber dann hatte dieses nächste Kapitel auch wieder ein gemeines Ende. Und so ging es die ganze Zeit weiter. Man merkt als Leser gar nicht, wie die Seiten dahinschwinden, bis man dann plötzlich auf der letzten Seite angekommen ist.

Die einzige Kleinigkeit, die mich gestört hat war, dass es im Klappentext wirkte, als gäbe es nur einen Protagonisten, obwohl es in dem Buch ganz klar um das ganze Ermittlerteam geht. Das finde ich etwas schade, denn alle Teammitglieder kamen als gleichwertig rüber.

Fazit: Ethan Cross nimmt den Leser in diesem Buch mit auf eine spannende und nervenzerreißende Mission. Man muss echt aufpassen, dass man beim Lesen nicht vergisst zu atmen.

Ich hatte von Ethan Cross zwar immer schon mal was gehört, aber ich kannte noch keines seiner Bücher. „Spectrum“ war mein erstes und definitiv nicht mein Letztes von ihm.

Jeder, der spannende Thriller und ein starkes Ermittlerteam mag, muss dieses Buch lesen.

Von mir gab es 5 von 5 Sterne…


Ein riesengroßes Danke an den Bastei-Lübbe Verlag, der mir das Buch netterweise zur Verfügung gestellt hat!

Eure Vanessa 🙂

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