Filmreview „Die Schöne und das Biest“ 

Allgemein

Hallo meine Lieben, 

ich war mal wieder im Kino und diesmal habe ich mir die Neuverfilmung von „Die Schöne und das Biest“ angesehen, was in erster Linie wohl daran lag, dass Emma Watson in der Hauptrolle als Belle zu sehen ist. 

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Wie gewohnt ist auch diese Märchenverfilmung von Disney sehr aufwendig gestaltet worden, sodass das Setting des Films sehr märchen- und zauberhaft ist und auch die Schauspieler wurden alle sehr gut gewählt. Der Film bleibt außerdem die ganze Zeitüber unterhaltsam und hat mich keineswegs gelangweilt, obwohl er mit über zwei Stunden doch relativ lang ist. Was mir insgesamt einfach sonst noch unglaublich gut gefallen hat, war, dass diese magischen und märchenhaften Details der Geschichte erhalten wurden und keineswegs Actionfilm etc. für die Zuschauer daraus gemacht wurde.

Natürlich ist mir bewusst, dass in den meisten Disney Verfilmungen viel gesungen wird, was ich persönlich eigentlich gar nicht mag und in dem Trailer dieses Films schien es auch nicht so als würde hier viel gesungen werden. Nun musste ich schon am Anfang des Films feststellen, dass doch eine Menge gesungen wird. Trotzdem kann ich sagen, dass mich das tatsächlich nicht so sehr gestört hat, da nicht die ganze Zeit gesungen wurde und es außerdem gut zu dem Film passte.

In der Geschichte von „Die Schöne und das Biest“ kommen durch den Fluch auch einige verzauberte Gegenstände vor, die sprechen können. Die Umsetzung dessen fand ich in der Neuverfilmung  wirklich unheimlich gelungen, da sie die zauberhafte Atmosphäre des Märchens aufrechterhalten haben und außerdem einiges an Charme und Humor in den Film gebracht haben.

Ich persönlich mag Emma Watson als Schauspielerin unheimlich gerne und sie hat mir oft genug auch in anderen Filmen als „Harry Potter“ ihr Talent bewiesen. Trotzdem war ich gespannt wie sie wohl die Rolle der Belle in diesem Film umsetzen würde. Meiner Meinung nach, hat sie aber absolut geglänzt in der Rolle der Belle, da sie die Liebenswürdigkeit und Zauberhaftigkeit der Rolle für mich sehr gut zum Ausdruck bringen konnte und einfach sehr gut in die ganze Geschichte gepasst hat. Auch der Schauspieler des Biests hat gute Arbeit geleistet, da auch er die Rolle des Biest gut verkörpert hat. Toll fand ich auch die Harmonie zwischen Belle und dem Biest, was für die Geschichte ja durchaus auch sehr wichtig ist. 

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Ich möchte nun nochmal kurz ein anderes Thema erwähnen. Vielleicht haben es ja einige mitbekommen, dass es sich um den ersten Film mit einem homosexuellen Charakter handelt. Deshalb wurde der Film in einigen Teilen der Welt verboten oder die Alterfreigabe ist sehr hoch. Mir ist natürlich bewusst, dass leider nicht überall auf der Welt normale Dinge wie Homosexualität so akzeptiert sind wie hier, doch ich findet es einfach nur albern diesen Film deshalb zu verbieten. Es handelt sich nämlich nicht um einen Film der das Thema auch nur thematisiert, sondern es handelt sich lediglich um die sexuelle Orientierung eines Nebencharakters, die nur bedingt zum Ausdruck gebracht wird. Es wird eigentlich nur durch ein paar Aussagen der Person deutlich und dessen Verhalten, allerdings gibt es nicht mal eine Kussszene oder sonstiges, sodass ich hier leider nicht im geringsten nachvollziehen kann, was an diesem Film anstößig sein sollte, egal wie man gegenüber Homosexualität steht. 

Ich bin nicht für oder gegen eine bestimmte Sexualität, sondern meiner Meinung nach, sollte einfach jeder das in SEINEM Leben tun, was ihn glücklich macht!  Ich hoffe, dass auch die letzten Menschen zukünftig begreifen, dass jeder Mensch so leben sollte wie er will, solange er keinem damit schadet und solche albernen Verbote bei Filmen von dieser Art nicht mehr ausgesprochen werden.

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Nun aber wieder zurück zum Film…

Zusammenfassend kann ich nur meine Begeisterung für den Film zum Ausdruck bringen, da es sich einfach um eine wundervolle Märchenverfilmung handelt, die sich auf kein bestimmtes Alter beschränken lässt, da sie von jedem angeschaut werden kann. Durch die tolle Besetzung und die gelungene Gestaltung ist der Film einfach magisch und ich kann ihn wirklich nur weiterempfehlen. 

LG Nessi 

*Die Bilder, bei denen keine Quelle angegeben ist, sind durch Screenshots dem Trailer auf YouTube entnommen

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Wir fliegen, wenn wir fallen

Allgemein, Rezensionen

Zu gerne will ich jetzt einen Schritt auf sie zugehen. Nur einen. Mehr nicht. Dann kann ich sie in den Arm nehmen und ich kann ihr sagen, dass sie nicht mehr alleine ist. Aber sie würde mir nicht glauben. Ich glaube es mir ja noch nicht einmal selbst. s. 127

Der Jugendroman Wir fliegen, wenn wir fallen wurde von Ava Reed geschrieben und erschien anfangs 2017. Das Buch hat 293 Seiten und 39 ½ Kapitel. Es wird aus der Ich-Perspektive erzählt und wechselt zwischen den Hauptcharakteren ab. D 16.95€, in A 17.50€ und in CH 23.90CHF.

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Quelle: Ava Reed

Inhalt

Seit einem schlimmen Schicksalsschlag ist Yaras Leben zerstört. Vertrauen kann sie nicht mehr und Menschen geht sie so gut es geht aus dem Weg. Nur Phil mag sie, ein älterer Herr aus dem Altersheim, welchem sie jeden Tag etwas Vorlesen kommt. Doch Phil verstirbt und alles was er ihr zurücklässt, ist ein Brief mit einer Liste. Eine Liste von zehn Wünschen, die Yara ihm erfüllen soll. Doch nicht alleine, sein unausstehlicher Enkel soll mitkommen. Yara und Noel beginnen eine Reise, dessen Ende sie nicht vorausahnen können und dabei lernen sie, wie schmerzhaft es sein kann, weiterzuleben. Schmerzhaft und befreiend.

Meine Meinung

Kürzlich bin ich auf einem anderen Blog auf dieses Buch gestoßen und das erste, was einem wohl so auffällt, ist dieses atemberaubendes Cover. Ich liebe es wirklich, diese Pusteblume, welche einen tieferen Sinn hat, aber auch die einzelnen Elemente, welche ein Teil der Geschichte erzählen. Gleichzeitig dieses Rot, was aber wie ein Sternenhimmel aussieht und hach. Es ist doch einfach wunderschön, nicht? 🙂 Der Titel gefällt mir auch so gut, er hat so viel Wahres in sich, ob man das Buch nun gelesen hat oder nicht. Er spricht einfach Leser an und das gefällt mir bei Bücher sehr, wenn sie ein grundlegendes Vertrauen in einem wecken können.

Die Charaktere sind bezaubernd. Yara mag ich wirklich sehr. Sie liebt Bücher (by the way^^). Ihre Art an sich ist sehr faszinierend, denn sie ist sehr verletzlich, doch da sie dies nicht zur Schau tragen will, scheint sie nach außen sehr taff. Außerdem muss sie mit einer großen Bürde auf sich leben, welche ich zum ersten Mal nachvollziehen konnte. Oft ist es doch so, dass sie immer ein riesen Drama machen, doch danach kommt etwas relativ Harmloses dabei raus. Doch hier in ihrem Fall, konnte ich Yara wirklich verstehen, wieso sie sich selbst die Schuld gibt. Schön war auch mitzuerleben, wie sie glücklicher wird. Der ganze Prozess war wie, wenn man ständig die Luft anhält und dann mit Yara zusammen ausatmet, sich entspannen kann und wieder nach vorne schauen.

Noel (also als erstes fand ich es sehr witzig, dass er Weihnachten heisst! 😉 ) ist ein wenig schwerer um sich in ihm wiederzufinden, denn er ist verschlossener. Während Yara sehr emotional ist, ist man bei ihm sehr unsicher, was genau jetzt los ist. Oder was er so denkt, was passiert ist. Um ihn gab es mehrere Geheimnisse, und daher war es schwerer Empathie mit ihm aufzubauen. Doch es gelang und ich wurde nicht enttäuscht, irgendwie würde man ihn gerne in die Arme nehmen. Er ist so verloren in dieser Welt, er probiert zwar Groß zu wirken, doch er fühlt sich mehr als mickrig. Dieses Zusammenspiel machten ihn wirklich sehr liebenswert, aber auch seine Gedanken und Sorgen liessen mich aufseufzen und wünschen, dass er doch endlich wieder an sich selbst glauben könnte. Yara und Noel zusammen waren unglaublich schön zu lesen. Wie sie sich selbst im Weg stehen, aber sich trotzdem helfen und einander mehr geben, als sie verstehen. Es war wirklich wunderschön.

Der Schreibstil finde ich sehr gut. Am Anfang hatte die Autorin eine Art Sätze zu schreiben, die mir sehr gefiel, doch mit der Zeit liess dies nach. Was mir auch sehr gut gefiel, waren die kurzen Kapitel. Ich habe noch nie ein Buch gelesen mit so kurzen Kapitel, doch gefielen sie mir hier sehr, sehr gut. Es brachte einen Zauber hervor, den ich wirklich zu schätzen weiß. Auch sonst war der Schreibstil flüssig und schön zu lesen. Ach und das ½ Kapitel, ganz am Schluss des Buches, konnte mich so sehr begeistern, wie schon lange kein Ende mehr.

Der Inhalt finde ich mehr als gelungen. Zusammen reisen sie um die halbe Welt und finden dabei wieder zu sich selbst. Eigentlich nichts Neues und doch hat Ava Reed noch einmal etwas Eigenes daraus gemacht. Yara und Noel sind sehr menschlich und haben wenig von typischen Protagonisten. Es gibt auch nicht das ewige hin und her. Sie tragen ihr Leiden auch nicht an die Oberfläche oder schenken diesen Dingen eine zu große Aufmerksamkeit. Natürlich gab es ab und an diese Stellen, die etwas zu sehr hervorgehoben wurden, und ja, die Geschichte ist vorhersehbar an manchen Stellen. Doch einerseits ist es ein Jugendbuch und andererseits, habe ich nicht das Gefühl, dass es um die Liebesgeschichte geht, oder ob sie am Schluss wieder lachen können. Es geht um den Weg dort hin, um zwei junge Erwachsene, die Tag für Tag überleben wollen, und mit einander beginnen, Tag für Tag zu leben. Was einfach einzigartig erzählt wird.

Fazit

Mir gefiel das Buch sehr gut, denn es vermittelt sehr viel Herzenswärme und glauben, dass wir alle doch immer weiterkommen. Daher kann ich es nur weiterempfehlen! Von mir kriegt das Buch 4 ½ Sternchen.

Viele liebe Grüße, eure Anjuli✨