Ich gebe Dir die Sonne

Allgemein, Rezensionen

Ich finde sie und finde sie und finde sie, aber ich kann sie nicht finden. s 326

Der Jugendroman Ich gebe Dir die Sonne wurde von Jandy Nelson geschrieben. Er erschien auf Deutsch im November 2016. Hat insgesamt 477 Seiten und mehrere Kapitel. Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Noah und Jude erzählt, während Noahs Kapitel Das unsichtbare Museum heißen und aus der Sicht seines 14-Jährigen Ichs erzählt werden und Judes Kapitel Die Geschichte des Glücks heißen und aus der Perspektive einer 16-Jährigen wiedergegeben werden.

img_8785

Privat

Inhalt

Noah und Jude sind grundverschieden und doch unzertrennlich. Sie verstehen einander und ergänzen sich gegenseitig dort, wo der andere seine Mängel hat. Allerdings werden auch sie erwachsen, auch sie beginnen Fehler zu machen, welche man nicht mit Worten wieder vergessen kann. Zwischen Hass und Liebe ist ein schmaler Grad und manchmal muss man loslassen können um weiterzumachen, loslassen um wieder die Sonne zu sein und heller zu strahlen als jemals zuvor.

Meine Meinung

Anna von Ink of Books schrieb eine unglaubliche Rezension zu diesem Buch, so eine wunderschöne, dass ich mich in das Buch verliebt habe und es direkt kaufen wollte. Als ich dann noch andere so begeistere Rezensionen las, musste ich es wirklich lesen. Im Dezember hatte ich also das Buch und … der Anfang gefiel mir gar nicht. Aber ich dachte, dass dies ja nicht sein kann, wenn es alle so toll finden, muss es doch auch gut sein! So las ich eher gezwungen weiter – jetzt kann ich sagen zum Glück, denn es fing wirklich an mir zu gefallen.

Alle schwärmen vom Schreibstil und ich kann sagen, dass er wirklich speziell und aussergewöhnlich ist, er gefiel mir auch. Teilweise. Denn ab und zu fand ich es nervig. Die ganze Zeit eine übertriebene Darstellung der Ereignisse und symbolische Elemente, dass die Seiten davon voll waren. Doch dann kamen wieder solche Wortspiele und Vergleiche, die mein Herz schmelzen liessen und einfach staunen, über uns und diese Welt, über Ansichten und Handlungen, dass ich einfach nur lächeln konnte oder traurig war. Ich persönlich muss sagen, dass mir der Hintergrund und eigentlich auch der ganze Aufbau mit dem Satz: Ich gebe Dir die Sonne… unheimlich berührt hat. Es ist wirklich etwas, dass einem Nahe kommt und einen auch nicht mehr so schnell loslässt. Daher möchte ich euch hier auch meine Lieblingsstelle im Buch vorstellen, vielleicht ist es ein kleiner Spoiler ;).

„Ich habe praktisch die ganze Welt für dich gegeben“, sage ich zu ihm und gehe durch die Vordertüre meiner eigenen Liebesgeschichte. „Die Sonne, die Sterne, das Meer, die Bäume, alles, ich habe es für dich hergegeben.“ s. 421

Jude mochte ich von Anfang an. Sie ist anders aber trotzdem so gleich wie wir alle. Sie möchte doch nur geliebt werden und einen sicheren Ort auf dieser Welt haben. Tatsächlich ist sie ein Charakter, den ich nachvollziehen konnte und das Bedürfnis bekam, sie zu beschützen. Jude hat so viel verloren und gibt sich an so vielen Dingen die Schuld… ich mochte sie wirklich sehr. Während Noah es schwerer hatte bei mir. Doch mit der Zeit wurde er immer toller. Er ist so ein unglaublicher Mensch, welcher probiert mit einer Welt klarzukommen, die noch nicht bereit ist für einen so wunderschönen Charakter. Zu den anderen Charakteren kann ich sagen, dass sie alle tiefgründig beschrieben wurden, aber nicht alle meinen Geschmack trafen. Was aber völlig okay ist, was sind schon Bücher, in denen man alle mag?

Der Inhalt der Geschichte ist sehr kompliziert gestaltet. Am Ende kommt so viel verknüpft wieder heraus, dass man überrascht ist, wie viele Parallelen es gibt. Was mir gefiel war, dass es nicht nur die Geschichte der Zwillinge gab, sondern auch die Geschichte ihrer Eltern. Dadurch war es ein Gesamtpaket und nicht nur ein Ausschnitt. Aber auch, dass man das ganze Buch durch, irgendetwas am suchen ist und erst am Ende herausfindet, was man eigentlich am suchen war, finde ich perfekt gelungen. Es sind zwar viele schlimme Dinge die in ihren Leben passieren und trotzdem erscheinen sie in der richtigen Menge und lassen einen mit der einen oder anderen Frage offen am Schluss. Ein anderer grosser Aspekt der Geschichte ist natürlich Kunst. Es trieft regelrecht davon.

Fazit

Ein Buch, welches einen für ein paar Stunden in eine andere Welt abtauchen lässt und manchmal den Atem klaut, um im nächsten Moment ein Lächeln hinzuzaubern. Ich kann es nur empfehlen!

Eure Anjuli 🙂

Advertisements

2 Gedanken zu “Ich gebe Dir die Sonne

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s