Young Elites – Gemeinschaft der Dolche

Allgemein, Neuzugänge, Rezensionen

Hallo ihr Lieben :),

Wir, Nessi und Anjuli, haben gleichzeitig dieses Buch gelesen und freuen uns nun, euch hier von unseren unterschiedlichen Meinungen zu erzählen! Viel Spaß 😊

Niemand will wirklich, dass man ist, wie man ist. Die Menschen wollen, dass man die Version seiner selbst ist, die sie mögen. s. 112

Der Jugend-Fantasy-Roman Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche wurde von Marie Lu geschrieben. Es wird immer aus der Ich-Perspektive erzählt, allerdings ändern sich die Erzähler. Noch andere Infos:

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Loewe; Auflage: 1 (16. Januar 2017)
Original Sprache: Englisch, hier Deutsch
ISBN-13: 978-3785583531
Preis: 18,95€, 27.90CHF
auch als E-Book erhältlich

Klappentext:

Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe …

Unsere Meinung:

Cover
  • Nessi: Das Cover wirkt sehr lebendig und stürmisch auf mich. Was, wie ich finde, auch ganz gut zur Thematik des Buches passt. Darauf zu sehen ist wohl Adelina mit ihrem silbernen Haar. Was mir gut gefällt ist, dass ich es nicht leiden kann, wenn man Gesichter von Menschen auf Buchcovern sieht, da sie meine Vorstellungskraft beim Lesen irgendwie einschränken. Auch die Kombination aus den Braun- und Grautönen gefällt mir gut, sodass ich das Cover insgesamt ganz gelungen finde.
  • Anjuli: Ich finde das Cover ganz nett. Es ist sicher ein eher auffälliges und mir gefällt auch, dass man das Gesicht nicht ganz erkennt. Doch es ist trotzdem nicht so ganz meins.
Schreibstil
  • Anjuli: Was mir bei diesem Buch gut gefiel, war, dass Marie Lu mit den Erzählern abwechselte. Es gab ein wenig Spannung und auch Lockerungen in der Geschichte. Ansonsten kann ich nicht viel sagen, er war flüssig und ohne große Komplexität.
  • Nessi: Der Schreibstil ist definitiv sehr einfach und schnell zu lesen wie auch schon bei „Legend“. Allerdings wurde ich bis zum Ende mit dem Schreibstil nicht warm, da er mich einfach nicht erreichen konnte.
Charaktere
  • Nessi: Adelina, unsere Protagonistin, ist auf jeden Fall eine sehr außergewöhnlicher und komplexer Charakter. Am Anfang mochte ich es, dass sie anders war und ich konnte ihr Leiden gut nachvollziehen, das die geprägt hat und vor allem ihre Stärke fand ich toll. Im Laufe der Geschichte konnte ich dann aber nicht mehr so viel mit ihr anfangen, da ich ihre Entscheidungen nicht nachvollziehen konnte und einige Charakterzüge zum Vorschein kamen, die ich nicht mochte, sodass sie für mich jede Sympathie verloren hatte. Auch wenn ich sie nun im Endeffekt nicht so sympathisch finde, fand ich es interessant mal aus der Sicht einer etwas anderen Protagonistin zu lesen. Die anderen Charaktere fand ich insgesamt in Ordnung, allerdings hatte ich während des ganzen Buches das Gefühl, nicht an sie heran zu kommen und ich konnte gar keine Bindung zu ihnen aufbauen, sodass ich nicht wirklich sagen kann, ob ich sie mag.
  • Anjuli: Adelina ist schwer zum Beschreiben für mich. Am Anfang mochte ich sie, in der Mitte mochte ich sie gar nicht mehr und gegen Ende konnte ich wieder etwas mit ihr anfangen. Die Autorin schrieb, dass sie eine ‚böse‘ Heldin haben wollte. Ich weiß nicht, ob für mich das Böse richtig rüber kam. Denn in meinen Augen lechzt sie einfach zu sehr nach Anerkennung und Liebe, als dass sie wirklich eine schlechte Person ist. Daher fand ich sie eigentlich ziemlich spannend zu lesen (außer dass ich ungefähr 100 Mordgedanken an sie hatte…), weil sie wie ein kleines Kind ist, dass in eine Situation reinrutsche, der sie nicht gewachsen ist. Meine Gefühle für Adelina teilen sich, auch, da ich mich oft fragte, was wäre, wenn ich so aufgewachsen wäre? Enzo mag ich dafür gar nicht. Er hat einfach von Anfang an alles falsch gemacht und ich finde ihn auch sehr egoistisch und uncharismatisch. Die anderen Charaktere waren interessant, doch leider auch nicht viel mehr.
Inhalt
  • Anjuli: Das Buch hatte es ab der Seite schwer bei mir, an dem ich herausfand, dass Adelina nur ein Auge hat. Und ja ich weiß, dass es oberflächlich ist. Doch meine Vorstellungskräfte schafften es nicht, mir ein passendes Bild von ihr zu vermitteln. Jedesmal wenn ihr Auge ins Spiel kam, fand ich es nervig. Natürlich sehe ich es ein, dass es gut ist, wenn die Hauptpersonen nicht perfekt sind und das unterstütze ich auch. Doch mit dem fehlenden Auge… kann ich einfach nicht richtig umgehen. Der nächste schwere Punkt in der Geschichte war, als klar wurde, dass ein Verrat begangen wird. Ich hasse Verrate. Vor allem, wenn die Person denkt, dass sie alles für sich behalten muss und nichts teilen kann und dann all das blabla. Also habe ich das Buch relativ lange unterbrochen, doch irgendwie kam ich dann doch wieder beim Ende an. Dieses gefiel mir. Der Fakt, dass sie sich wieder gefangen hat und nicht mehr das leidende Ding ist, gefiel mir sehr. Dass sie wieder ein Ziel hat und endlich die ganze Wahrheit draußen ist, konnte mich überzeugen. Obwohl das Buch mich nicht überzeugen konnte, gefallen mir die Ideen und auch Adelina bietet etwas. Daher kriegt es von mir 3/5 Sterne. 
  • Nessi: Auch wenn mir also die Charaktere in dem Buch nicht so besonders gefallen haben, fand ich die Grundidee mit den verschiedenen Gaben sehr gut und auch den Schauplatz der Geschichte, über den man durch eine tolle Karte vorne im Buch einen guten Eindruck bekommt, hat mir sehr gut gefallen. Den Anfang des Buches fand ich auch noch recht gut, da Adelinas Leid wirklich nachempfunden habe und ich es spannend fand wie sie ihre Gabe entdeckt. Dann wurde es irgendwie recht langatmig, meiner Meinung nach, und selbst die Ereignisse, die passiert sind, konnten mich einfach nicht mitreißen. In dem Teil hat Adelina zudem ein paar Entscheidungen getroffen, die ich leider echt nicht nachvollziehen konnte. Leider konnte mich das Buch danach auch nicht mehr wirklich packen, sodass es mich persönlich einfach nicht überzeugen konnte. Meiner Meinung nach wurde hier viel Potential verschenkt, da die Ideen wirklirch toll waren. Schließlich hat es meinen Geschmack wohl einfach nicht getroffen. Dieses Buch wird daher wohl auch mein letztes Buch von der Autorin gewesen sein, da mir schon Legend (Band 1) nicht außerordentlich gut gefallen hat.                                                                         2,5/5 Sterne

Fazit:

Es handelt sich um eine dystopische Geschichte mit einer sehr außergewöhnlichen und starken Protagonistin, die wohl nicht jeden Geschmack trifft, aber definitiv mal etwas anderes ist.

Insgesamt basiert das Buch auf vielen tollen Ideen, weist aber auch einige Schwächen auf und trifft wohl auch nicht den Geschmack von jedem. Schließlich sollte deshalb jeder selbst entscheiden, ob er es lesen möchte, um herauszufinden, ob es es etwas für einen ist. Empfehlen tun wir es für junge Erwachsene. 

Viele liebe Grüße, Nessi und Anjuli

*Ich, Nessi, bedanke mich an dieser Stelle beim Verlag für das Zusenden des Leseexemplares

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