We all looked up

Allgemein, Rezensionen

 

„Das ist die Trennung der Erretteten von den Verdammten. Also geh nur, wenn es das ist, was du willst. Geh nur und verdamme dich selbst.“ s. 211

Der Jugendroman We all looked up wurde von Tommy Wallach geschrieben. Das Buch wird aus der dritten Person erzählt und wechselt zwischen den vier Hauptcharakteren ab. Insgesamt besitzt es 444 Seiten und neun größere Unterteilungen. In Deutschland kostet es 12.99 Euro, in Österreich 13.40 Euro und in der Schweiz 18.90 CHF.

Klappentext

Bevor Ador kam, ließen wir uns in Schubladen stecken – Der Sportler, Die Schlampe, Der Faulenzer, Die Streberin. Doch dann blickten wir alle auf, und alles änderte sich. Sie sagten, der Asteroid käme in zwei Monaten. Das ließ uns zwei Monate, um die Schubladen zu verlassen. Zwei Monate, um etwas zu werden, das größer ist, als wir waren, etwas, das über das Ende hinaus besteht. Zwei Monate, um wirklich zu leben.

Meine Meinung

We all looked up gehört zu meinen Lieblingsbüchern 2016. Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr ein Buch im Buchladen sieht und einfach wisst, dass dieses eine Buch dort im Regal, unbedingt in euren Besitz muss? So war es bei mir. Nur schon das Cover finde ich richtig toll. Es ist so normal, es könnte ein Bild aus meinem Leben sein und das hat mich sehr angesprochen. Der Titel finde ich genial. Er könnte von mir selbst sein, so sehr passt er in mein Leben. Aber das schönste an diesem Buch ist, dass der Inhalt genau so brilliant und trotzdem normal ist, wie das Cover.

Der Schreibstile ist nichts Außergewöhnliches. Es fehlen mir vielleicht sogar ein paar Raffinessen, jedenfalls ist er einfach zu lesen und leicht sich an ihn zu gewöhnen. Die Charaktere mochte ich alle vier unglaublich fest. Peter, Eliza, Anita und Andy sind alle so imponierend und trotzdem ordinär, dass sie mir ans Herz wuchsen. Ich habe auch einen Liebling, der allerdings schaffte es nicht weit… hach ja immer sterben die Tollsten! Das tolle an den Figuren ist, dass jeder von uns sich in ihnen wiedererkennt. Es werden so viele kleine Dinge am Rand angesprochen, sei es nun Religionen oder der eigene große Traum, dass wir uns leicht identifizieren können. Wir feuern sie an, freuen uns mit ihnen und sind traurig, wenn sie es sind. Der Autor hat wunderschöne Charaktere erschaffen, die man nicht mehr so leicht vergisst.

Nun kommen wir zum Inhalt: Was wäre, wenn ein riesiger Asteroid auf unsere Erde fliegt und wir noch zehn Wochen hätten, um zu leben? Diese Grundlage diente als Aufbau der Geschichte. Eine Frage, die uns ab und zu durch den Kopf geht, aber auch sicherlich mit all den schlauen Sprüchen wie: yolo, you only live once, in uns drin ist. Mir persönlich gefallen diese Sprüche nicht sonderlich und auch die Frage, was ich machen würde, wenn ich noch einen Tag zu leben hätte, finde ich eher nervend. Jedoch auch reizend. Dieses Buch handelt nicht einfach von einer Geschichte über vier Jugendliche, die bald sterben werden. Nein, sie erzählt uns von Mut und Hoffnungen. Von Fehlern und Träumen. Gleichzeitig beschreibt sie uns verschiedenste Varianten wie wir sein könnten, was passieren könnte. Dies nicht nur im positiven Licht, es stellt auch uns Menschen von einer fraglichen Seite dar. Und darauf folgt immer die Frage: Was täte ich?

Fazit

Tommy Wallach schafft es mit seinem Debüt uns direkt ins Herzen zu treffen. Stellt uns Fragen, die unsere schnell lebende Gesellschaft für ein paar Sekunden innehalten können. Daher empfehle ich dieses Buch allen. Groß und Klein :). Von mir kriegt es ★★★★★

Viele liebe Grüße, Anjuli

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4 Gedanken zu “We all looked up

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