Interview mit Anna Katmore

Allgemein

Hey Leute 🙂

Ich hatte die unglaubliche Chance Anna Katmore, eine meiner lieblings Autorinnen, zu intereviewen und freue mich das Interview mit euch teilen zu können. Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen und noch einene  schönen  14. Dezember.

Eure Hannah

 

 

Zu allererst möchte ich mich bedanken, dass du bei diesem Interview an mich gedacht hast und ich finde, du hast ganz außergewöhnliche und wirklich tolle Fragen gestellt.

1. Was bedeutet dir Weihnachten?

Weihnachten ist das einzige Fest im Jahr, an dem die Familie bei uns zusammenkommt. Meine Eltern leben 300 km weit weg, und es ist immer schön, sie in meinem Haus zu haben. Meine Oma lebt auch in meinem Haus und so sind wir dann mit meinem Sohn 4 Generationen. Ich mag so was. Das verbreitet für mich Harmonie und Frieden, auch wenn es nur im eigenen Haus ist.

Generell ist Weihnachten für mich ein sehr schönes Fest. Ich gehe nicht gerne in die Kirche, nur dann, wenn gerade keiner drin ist. Ich halte nicht viel von unserer Religion, so wie sie von der Kirche und der verfälschten Bibel gelehrt wird. Aber ich richte meine Grundsätze trotzdem sehr stark nach Glaube und Tradition aus. Weihnachten bedeutet für mich, jemanden in mein Haus zu bitten, den ich nicht sehen kann. Jemanden, der es verdient hat, dass man ihn und seine Opfer feiert. Weihnachten ist für mich eine Zeit der Stille und der Vergebung. Eine Zeit, in der andere wichtiger sind als man selbst. Eine Nacht, in der wirklich alles möglich ist….. wenn man daran glaubt.

2. Wie kamst du dazu, Bücher zu schreiben?

Es steckte immer schon in mir. Ich wusste das nur lange Zeit nicht und so konnte es auch nicht raus. Ich war als jugendliches Mädchen sehr stark depressiv. Ich wusste nicht, was mit mir los war, und wenn mich jemand gefragt hat, konnte ich immer nur eine Antwort geben: Ich möchte nach Hause. Aber wo „zu Hause“ war, wusste ich nicht. Bis ich angefangen habe, mein erstes richtiges Buch zu schreiben.

Ich hatte damals (mit 17) zum ersten Mal einen Jugendliebesroman gelesen. Darin war alles toll. Es war so schön, voller Knistern und Liebe und mit einem wunderschönen Happy End. Von der Autorin habe ich dann alle 22 Bücher in einem Rutsch verschlungen. Als von ihr nichts mehr da war, wollte ich meine eigene perfekte Geschichte erschaffen und hab mich hingesetzt und es einfach gemacht. Ich war in einer völlig anderen Welt, in der alles so war, wie ich es mir vorgestellt hatte. Und plötzlich war ich zu Hause. Und ich wusste, ich will nie wieder weg von hier.

3. Wie kommst du auf die Ideen für deine Bücher?

Das weiß ich selber nicht so genau. Manchmal sehe ich eine Szene in einem Film, die mir nicht gefällt, und dann überlege ich mir, wie ich sie besser geschrieben hätte. Und wenn sie dann stimmt, überlege ich mir eine ganze Geschichte dazu.

Oder ich träume einfach zu guter Musik ein bisschen vor mich hin. Ich bin ein wahnsinnig romantischer Mensch, das muss irgendwo raus. Und in Geschichten geht das ganz gut. Die Realität ist ja leider oft nicht ganz so romantisch…. hahaha

4. Was war das beste Weihnachtsgeschenk, das du je bekommen hast?

Eine Gitarre. Ich war 16 und wollte unbedingt spielen lernen, aber meine Eltern hatten leider nicht viel Geld und eine gute Gitarre kostete einiges. Wir gingen mal kucken und ich hab mir eine wunderschöne Gitarre angesehen. Die hätte ich sehr gerne gehabt.

An Weihnachten lag bei meiner Oma unterm Baum dann eine kleine Schachtel mit einer Gitarren-Brosche drin. Meine Eltern haben mir gesagt, dass es ihnen sehr leid tut, aber es ging sich einfach keine größere Gitarre aus in diesem Jahr. Ich war zwar sehr traurig, aber ich hab’s auch verstanden.

Dann hat mich mein Papa etwas später gefragt, ob ich schnell mit raus zum Auto komme, er muss noch was für die Oma holen. Und als ich dann da draußen stand, lag im Kofferraum die Gitarre, die ich mir ausgesucht hatte. Und ich hab zu heulen angefangen.

5. Was machst du, wenn du eine Schreibblockade hast?

Durchdrehen? Oder ich putz mal wieder das Haus. 😉

6. Wie und mit wem feierst du Weihnachten?

Früher sind wir immer in dieses Haus gekommen, denn hier haben meine Großeltern gelebt und die Familie hat gemeinsam gefeiert. Heute gehört das Haus mir. Meine Eltern kommen immer noch an Weihnachten und bleiben über die Feiertage. Von meinen Großeltern lebt nur noch meine Oma, die auch noch in diesem Haus wohnt. Und mein Sohn. Wenn ich es irgendwie schaffe, setze ich auch unsere zwei Katzen ins Zimmer, wenn wir feiern.

Vormittags schmücken mein Sohn und ich den Baum. Mittags kommen meine Eltern. Abends essen wir nur etwas ganz kleines. Meine Mama nannte das immer ein „Arme-Leute-Essen“, weil es früher einfach so war und das haben wir beibehalten. Wenn es dunkel wird, packen wir alle Geschenke unter den Baum. Mein Sohn ist schon 14, aber es macht mir immer noch Spaß, ihm zu erzählen, dass er jetzt nicht mehr ins Zimmer darf, sonst kommt das Christkind nicht. Natürlich weiß er, wie es wirklich ist, aber er spielt um meinetwillen mit, und dafür liebe ich mein Kind noch viel mehr.

Wir schaffen es auch jedes Jahr wieder, ihn mit irgendeinem Geschenk zu überraschen. Es läuft bei der Bescherung immer Weihnachtsmusik, weil wir alle nicht singen können, oder einfach vor anderen nicht singen wollen. Aber es ist sehr idyllisch und alle haben sich gern. Seit einigen Jahren steht bei uns unterm Christbaum auch noch ein kleines Körbchen, in das jeder von uns ein symbolisches Geschenk für das wirkliche Christkind reinlegt. Da es ja sein Geburtstag ist, sollte auch er ins Haus eingeladen und beschenkt werden. Finde ich zumindest…..

7. Wie war es für dich, als dein erstes Buch veröffentlicht wurde?

Oh Mann, das kann ich gar niemandem beschreiben. Ich war soo aufgeregt. So euphorisch. Und so stolz. Mein Baby ging raus in die Welt. Und Leute haben es tatsächlich gefunden, gekauft, gelesen und geliebt. Ich bin wochenlang auf Wolke Sieben geschwebt. Ich habe mich endlich wie eine richtige Autorin gefühlt, nicht mehr einfach nur wie eine kleine Geschichtenschreiberin, die zu Hause leise vor sich hin spinnt. 😉

8. Hast du ein Lebensmotto?

Geht nicht gibt’s nicht!
Du kannst alles erreichen, wenn du nur fest genug daran glaubst – und alles dafür tust!

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9. Hast du momentan ein Projekt an dem du arbeitest?

Nein, im Moment führe ich gerade einen erbitterten Kampf gegen eine ausgedehnte Schreibblockade. Aber ich nutze die Zeit, um dafür gerade alle meine Bücher als Hörbücher einsprechen zu lassen. Und mit einer amerikanischen Drehbuchautorin arbeite ich gerade daran, MÄRCHENSOMMER (Summer of my Secret Angel) als Film umzusetzen. 🙂

10. Was macht Weihnachten für dich perfekt?

Wenn meine Familie bei mir ist.

11. Was würdest du denen raten, die den Wunsch haben Autor/innen zu werden?

Nehmt das Schreiben ernst. Es ist ein Beruf, den man erlernen kann und muss, wie auch jeder andere. Es gibt Tricks und Techniken, wie ihr bei den Lesern wunderbares Kopfkino erzeugen könnt. Aber dafür müsst ihr euch weiterbilden. Wenn ihr gut werden wollt, schreibt nicht nur. Schreibt richtig.

Und das ist jetzt keine Eigenwerbung, ich erwähne es nur, weil du gefragt hast, aber wen es interessiert, wie es richtig gemacht wird, der findet hier meinen Schreibratgeber für motivierte Autoren.
www.amazon.de/Magie-Schreibens-Laura-Jane-Mills-ebook/dp/B01MZZZUZN

So, und nun danke ich euch allen noch mal fürs Zuhören und wünsche euch eine wunderschöne und besinnliche Weihnachtszeit.

Love,
Anna

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