Koriandergrün und Safranrot

Allgemein, Rezensionen

Sie hätte mir geraten zu vertrauen, den ihrer Ansicht nach bedeutete Vertrauen die Grundlage der Vergebung. Nur wenn man wieder ans Leben glaubt und ihm vertraut, kann man auch vergeben. Und mit der Vergebung lösen sich scheinbar unüberwindliche Hindernisse einfach auf. S.111

Der Roman Koriandergrün und Safranrot wurde von Preethi Nair geschrieben. Dieses Buch hat 319 Seiten und wird abwechselnd aus der Sicht der Mutter und der, der Tochter geschrieben.

Inhalt

Nalini lebt mit ihren Kindern Satchin und Maya in Indien. Ihr Mann Raul ist geschäftlich in England unterwegs und entscheidet eines Tages, seine ganze Familie mit nach England zu nehmen. Für Nalini ist dies schwer, eine völlig fremde Kultur, eine Sprache die sie nicht versteht und Traditionen die geächtet werden. Für Maya ist es das Paradies, am liebsten würde sie nur noch Fastfood essen und ihre Herkunft völlig vergessen. Doch die anfängliche Sicherheit verschwindet schnell, als Raul die Familie kaltherzig verlässt. Von einem Tag auf den anderen ist die Familie obdachlos. Mit Mühe und Not schafft es Nalini wieder ein Leben aufzubauen und findet mit indischem Kochen wieder den Draht zum Leben. Allerdings ist der kleinen Familie nichts vergönnt und alte Schatten holen einen schneller ein als Gedacht…

Meine Meinung

Meine Mutter liebt dieses Buch. Wahrscheinlich, weil sie es verstehen kann und es ebenfalls liebt, indisch zu kochen. So hat sie mir dieses Buch beinahe aufgedrängt und ich habe es ein wenig wiederwillig angefangen zu lesen (insgeheim Vermute ich immer noch, sie wollte mich zum Kochen motivieren😄). Aber es hat mich begeistert! Einerseits weil ich selber indische Wurzeln habe und Sachen kannte, die mich schmunzeln ließen und andererseits, weil es mein Herz berührte.  Egal ob Maya oder Nalini, ich konnte beide so gut verstehen, nachvollziehen und vor allem habe ich etwas gelernt aus diesem Buch.

Die Charaktere sind wundervoll durchdacht und haben alle eine Tiefe, die einen glauben lässt, direkt in ihre Seelen zu blicken. Zu dem hat es die Autorin geschafft, jeden einzelnen (außer vielleicht Raul, aber der will man auch nicht verstehen) Charakter zu verstehen und im zu verzeihen. Zu verzeihen für die kleinen Fehler die jeder tut.

Preethi Nair hat einen ungewöhnlichen Schreibstil, der aber perfekt zum Buch passt. Ab und zu ist es lustig, ab und zu faszinierend wie sie über das Essen redet. Hier ein Beispiel:

Frisch gepflückte Korianderblätter halfen gegen schlechte Laune und für klares Denken, scharf gepfefferter Rasam wärmte die Seele auf und Kokosflocken wirkten in vielen Speisen beruhigend und tröstend. s.130

Dieses Buch behandelt viele Themen, aber allen voran, Verzeihen. Und dies ist etwas, was mich selber sehr beschäftigt. Dieses Buch hat es geschafft, mir das Verzeihen richtig darzustellen. Es hat sich mir von allen Seiten präsentiert und lässt mir die Wahl, was ich davon halte. Wirklich gut!

Fazit

Ich kann dieses Buch bloß weiter empfehlen! Für all jede, die sich nicht so gut mit Indien auskennen und deren Begriffen von dort, hinten hat es ein Glossar :D.  Ich vergebe ★★★★★! 🙂

Liebe Grüße, Anjuli

Advertisements

3 Gedanken zu “Koriandergrün und Safranrot

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s