Schullektüren: Klassiker lesen

Allgemein

Hallo meine Lieben,
Wahrscheinlich kennt es jeder von uns..Entweder aktuell aus der Schule oder der vergangenen Schulzeit. Mindestens einmal im Jahr ist eine Lektüre dran..Meist in Deutsch, aber teilweise auch in englisch, französisch oder auch Latein (oder anderen Sprachen).
Naja ich persönlich hätte mit dem Bücher lesen normalerweise nicht solche Probleme, aber Liebe Lehrer,  warum müssen denn immer diese Standartlektüren die auf jeder zweiten Schule gelesen werden und meist etwas lehrreiches beinhalten sollen (Die Betonung liegt auf „SOLLEN“..Da das nicht immer der Fall ist) oder irgendwelche uralten Klassiker rausgekramt werden?!
Ich habe nicht dagegen, dass man auch mal einen Klassiker liest oder Bücher, die eine wichtige Botschaft für’s Leben haben, denn auch das sollte man vielleicht einfach mal gelesen haben und in der Schule bietet sich das natürlich an, aber es macht, wie ich finde, einfach keinen Sinn Bücher zu lesen, wo jeder Schüler schon beim Titel stöhnt, denn so ist der Lerneffekt ungefähr gleich null…
Natürlich gibt es immer irgendwelche, die etwas an einem Buch auszusetzen haben, denn bekanntlich ist alles Geschmackssache, aber vielleicht sollte man einfach mal auch Bücher lesen, die eben nicht so bekannt sind und aktuelle Themen aufgreifen…Und mir kann niemand erzählen, dass es da keine gibt, denn ich kenne einige, die sich dazu anbieten würden und auch nicht zu lang sind. Vor allem macht das auch mehr Sinn, denn von diesen typischen Büchern findet man doch schon über tausend Zusammenfassungen, Interpretationen etc. Im Internet und das hat zur Folge, dass viele so einfach mal das nutzen statt zu lesen, was wieder ungefähr 0 Lerneffekt hat.
Schreibt mir doch eure Meinung mal in die Kommentare 🙂

Aber genug davon…Ich wollte euch einfach mal zeigen, was ich so in der Schule gelesen habe und wie mir die Bücher gefallen haben.
Dazu muss ich sagen, dass ich im Moment die 9. Klasse eines Gymnasiums besuche.

1. Das Vamperl
Also in der Grundschule haben wir das Vamperl gelesen, was für Kinder tatsächlich ziemlich lustig ist.

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Worum geht’s?:
»Nein, das gibt’s nicht!«, sagt Frau Lizzi, als sie einen winzigkleinen Vampir in ihrer Wohnung entdeckt. Nach dem ersten Schrecken beschließt sie das Vamperl mit der Flasche aufzuziehen – mit Milch versteht sich, nicht etwa mit Blut.
So wächst der kleine Vampir heran und entwickelt ganz ungewöhnliche Eigenschaften: Wird nämlich ein Mensch zornig und böse, ist das Vamperl gleich zur Stelle. Es versetzt dem Wüterich einen Stich in die Galle und saugt das Gift aus ihr heraus!

2. Die Vorstadtkrokodile
In der 5. Klasse auf dem Gymnasium haben wir dann das Buch gelesen, was immerhin noch ganz in Ordnung, da ich aber auch die Filme mochte.

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Worum geht’s?:
‚Betreten verboten!‘ steht an der verlassenen Ziegelei, dem Geheimquartier der ‚Krokodiler‘. Wer zur Bande von Olaf und seinen Freunden gehören will, muss eine gefährliche Mutprobe bestehen und gut Radfahren können. Aber was soll Kurt tun, der im Rollstuhl sitzt? Da macht Kurt mit seinem Fernglas eine Beobachtung … Und beweist, dass er mindestens genauso viel Mut hat wie die anderen. Nur eben auf eine besondere Weise.

3. Fette Fische
Das Buch haben wir dann in der 6. Klasse gelesen, was ich aber irgendwie echt total langweilig fand, da ich den Konflikt des Buches einfach nicht interessant fand, aber meine Lehrerin fand das Buch ziemlich toll…

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Worum geht’s?:
Türkisblaues Wasser in den Florida Keys? Mitnichten! Der skrupellose Dusty Muleman leitet die Abwässer seines Kasinoschiffs ins Meer. Und Noahs Vater sitzt im Gefängnis. Denn all seine Versuche, gegen Muleman anzugehen, waren gescheitert – da hatte er das Schiff kurzerhand versenkt. So müssen Noah und seine Schwester Abbey selbst für Gerechtigkeit sorgen und dem Umweltverbrecher das Handwerk legen. Unerwartet bekommen sie Hilfe und schmieden einen Plan, der so ungeheuerlich ist, dass es richtig brenzlig wird.

4. Das Jahr der Wölfe
In der 7.Klasse wurden die Themen dann ernster und es ging um den 2.Weltkrieg, was mich eigentlich echt interessiert, aber das Buch fand ich wirklich sooo langatmig, dass ich es einfach nicht gut finden konnte…angeboten hätte sich zu dem Thema auch „der Junge im gestreiften Pyjama“, da das Buch auch dünn ist und ziemlich gut, wenn natürlich auch sehr ernst und berührend.

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Worum geht’s?:
Im Winter 1944/45 muss die ostpreußische Familie Bienmann vor der heranrückenden Front fliehen. Der 12-jährige Konrad erlebt auf dieser Reise die Schrecken des Krieges hautnah: brennende Dörfer, Tiefflieger, Artilleriefeuer sowie die Furcht vor dem Feind. In diesem Jugendromanklassiker zeigt der Autor menschliche Größe und Schwäche, Hilfsbereitschaft und Selbstsucht bei Freund und Feind.

5. Der Schimmelreiter
Das war eines der Bücher, die wir in der 8.Klasse gelesen haben…Und auch wenn ich nicht begeistert war von den Büchern bisher.. Das Buch übertrifft alle…Ich fand das Thema langweilig und fand den Schreibstil so dermaßen schleppend, dass ich mich dann wirklich durch dieses Buch Wort wörtlich quälen musste…Ich verstehe nicht, wie das Buch jemals jemand freiwillig lesen konnte..Und tot analysiert haben wir es dann auch noch…

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Worum geht’s?:
„Der Schimmelreiter“, den Storm noch kurz vor seinem Tod vollendete, ist die herausragendste Novelle des Dichters. In ihr zeigt Theodor Storm den Aufstieg des Hauke Haien zum Deichgrafen. Dieser will seine Fähigkeiten durch den Bau eines neuartigen Deiches unter Beweis stellen, weil es heißt, er habe die Position nur seiner Frau zu verdanken. Spannungen und der Kampf mit seiner Umwelt lassen Hauke Haien schließlich zugrunde gehen: Als er eine schwache Stelle im Deich nicht genügend absichert, ertrinkt bei einer Sturmflut zuerst seine Frau mit dem Kind. Daraufhin stürzt er sich mit seinem Schimmel an der durchbrochenen Stelle des Deiches ins Meer, um seine Schuld zu tilgen. Wie schon in seinen früheren Novellen ist Storm auch in dieser „hinreißenden Symphonie der Meeresstimmen“ (E. Schmidt) von dem Problem der persönlichen Schuld abgerückt. Ein Nachwort und ausführliche Anmerkungen helfen dem Schüler.

6. Der eingebildete Kranke
Obwohl es ein Klassiker und ein Theaterstück ist, hat mir die Komödie überraschend gut gefallen, auch wenn ich es erst noch nicht so ganz verstanden habe, aber da hat mir das die Analyse in der Schule tatsächlich geholfen.

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Worum geht’s?:
Weil Argan seiner Angst vorm Sterben nicht ins Gesicht sehen will, entdeckt er körperliche Wehwehchen allüberall, Mediziner und Apotheker sind sein liebster Umgang. So sucht er für seine Tochter einen Arzt als Mann – und kann nicht begreifen, dass die sich unbedacht in einen medizinisch völlig Unbeleckten verliebt hat. Aber was ihm das Kranksein so richtig verleidet, das sind die hohen Rechnungen…

7.Mundus Novus
Das war unsere Lektüre im Latein Unterricht in der 9. Klasse, die echt sehr langatmig war und einfach nicht so  von Interesse für mich war, aber naja…Sie war in Ordnung…

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Worum geht’s?:
Der „Mundus Novus“ überschriebene Brief des Amerigo Vespucci hat Weltgeschichte gemacht. Aufgrund dieses Briefes hat der neue Kontinent seinen Namen erhalten: America.

8. Der Besuch der alten Dame
Das Buch mussten wir ebenfalls dieses Jahr lesen, also in der 9.Klasse, aber das in Deutsch und ich fand es okay…nicht mehr und nicht weniger. Ich fand es gut zu analysieren etc., aber die Geschichte war jetzt nicht so spannend, trotzdem war es eben in Ordnung als Schullektüre…Aber das Buch führt einem etwas vor Augen, worüber man mal nachdenken sollte.

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Worum geht’s?:
Im kleinen Städchen Güllen schwängerte vor vierzig Jahren Alfred Ill Kläri Wäscher, die er dann sitzen ließ. Mittlerweile ist aus Kläri Wäscher die Multimillionärin Claire Zachanassian geworden. Als solche erscheint sie jetzt wieder in Güllen, um sich zu rächen. Sie bietet der Stadt 1 Milliarde, falls jemand Alfred tötet… Eine spannende und fesselnde Handlung, die ein Bildnis für die menschlichen Laster Korruption, Versuchung und Gier ist.

9.Über den Umgang mit der Zeit
Das ist nun unsere aktuelle Lektüre im Latein Unterricht und die Texte sind sehr philosophisch und regen schon zum Nachdenken an…Natürlich ist die Schreibweise jetzt nicht so toll, aber die Gedanken, die dahinter stecken sind schon ziemlich intelligent und mir persönlich gefällt es immer, wenn man mal über so kleine Dinge nachdenkt über die man eben sonst nicht nachdenkt.

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Worum geht’s?:
Studio 14 setzt sich mit der philosophischen Frage nach dem sinnvollen Umgang mit der Zeit auseinander. Grundlage für diese philosophische Reflexion sind überwiegend Auszüge aus Senecas Briefen an Lucilius. Die Auswahl von (nur im Ausnahmefall leicht adaptierten) Seneca-Texten ist geeignet, bereits Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren an lateinische philosophische Texte von zeitloser Gültigkeit heranzuführen

Fazit:
Wie man wohl erkennt, haben mir viele Bücher, die wir in der Schule gelesen haben nicht so gut gefallen, jedoch glaube ich, dass es auch durchaus schlimmer hätte kommen können und ich bin trotzdem total dafür, dass man auch Klassiker in der Schule liest, weil ich finde, dass man sowas auch mal gelesen haben sollte und viele das freiwillig nie tun würden.

Kennt ihr die Bücher? Mochtet ihr sie? Was habt ihr in der Schule so gelesen? Welche Bücher würdet ihr gerne mal in der Schule lesen?

LG Nessi

Bildquellen:
http://www.buecher.de/
https://www.beltz.de/
http://www.lovelybooks.de/
http://www.amazon.de/

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6 Gedanken zu “Schullektüren: Klassiker lesen

  1. Ich bin der gleichen Meinung, wie du:D

    Ich habe keines der Bücher gelesen:D aber der Schimmelreiter und der eingebildete Kranke waren bei uns auch zur Auswahl:/ Zum Glück haben wir die nicht gelesen:)
    Aber die Vorstadtkrokodile hätte ich wirklich gerne gelesen

    Gefällt 1 Person

  2. Liebe Nessi
    Ich find es echt cool das du dir Zeit genommen hast diesen doch recht langen Artikel zu schreiben. Doch ich kleiner dummbatz sehe in diesen Artikel an einer Stelle doch eine gewisse Problemartik die dardurch ensteht ,dass du dir selbest in meinen Augen wiedersprichts. An einigen Stellen erwähnst du das der Lerneffekt von einigen Büchern der Schullektüre bei manschen Schülern doch recht gering ausfällt ,weil sich die Schüler zum Einen die Antworten von einigen Aufgabenstellungen einfach aus dem Internet holen können und zum Zweiten von Anfang an von den Büchern gelangweilt sind. Nun sagst du aber in deinem End-Fazit, dass du es gut findest(das ist jetzt wie ich es vestanden habe) das schüler dazu gezewungen werden einige Klassiker in der Schule zu lesen weil sie es sonst vielleicht besagte Klassiker nie lesen würden und das deiner Meinung doch schon ein Losch in der Allgemeinbilding wäre. Doch hier würde eigendlich wieder dein Agument greifen das besagt das man sich einfach die Lösungen aus dem Internet holen könnte und der Lerneffekt somit nicht vorhanden wäre. Ich glaube du hast etwa verstanden worauf ich hinaus will 🙂 . Nun ist nur die frage was du wirklich denkst. es gibt verschiedene ansichten und es würde mich wirklich sehr interessieren was deine Meinung nun ist. Nur neben bei gesagt meine Meinung ist das man sich unter beratung mit dem lehrer ein buch mit der klasse aussuchen sollte. Wenn es ein paar leute gibt die dennoch kine Lusst haben das gewählte Buch zu lesen und sich irgend welche Lösungen aus dem internet holen würden hätten wohl einfach noch nicht verstanden das sie für sich selbest lernen und nicht für andere. Ich glaube aber auch das die Klassiker die zur allgemein bildung gehören wenn nur auf dem Gynasium (besser noch oberstufe) gelesen werden wollte weil ich glaube das nur dort die breite masse der schüler wirklich etwas damit anfangen könnte.
    Ich hoffe ich hab keine Langeweile bei den Leser dieses Kommentars verbreitet( ich war zu faul um die groß und kleinschreibung durchzugehen ups)

    LG langweileteilen

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    1. Ja..Du hast schon recht, dass ich mir in dem Artikel selbst etwas widerspreche…Aber ich bin letztendlich auch geteilter Meinung…Ich finde es schon gut dass man die Klassiker liest, weil ich eben diese sonst nie gelesen hätte, jedoch ist es eben so, wie du geschrieben und ich auch in dem Beitrag schon gesagt habe, dass es so ist, dass der Lerneffekt dabei oft nur gering ist…Ich stimme dir zu, dass die Schüler mit den Lehrern das zusammen beschließen sollten, was gelesen wird.
      Ich finde es einfach schwer da jetzt eine endgültige Meinung drüber zu äußern, weil meine Meinung eben einfach gespalten ist…vielleicht sollte man beides machen…Klassiker lesen, aber auch einfach mal ganz andere Bücher, die nicht auf jeder zweiten Schule gelesen werden und die vielleicht auch andere Themen behandeln.
      Aber ich denke, dass es wahrscheinlich auch nicht ganz einfach ist eine Regelung zu finden.

      Ich schreibe manchmal einfach auch mal etwas längere Beiträge über bestimmte Themen über die einfach nachgedacht habe und wo ich einfach meine Gedanken mitteilen möchte…Wahrscheinlich ist mein Ziel nicht mal zu einer Meinung zu kommen, sondern einfach, dass man sich hier etwas darüber austauschen kann und das vielleicht auch ein paar andere etwas darüber nachdenken.
      Ich hoffe die Antwort ist jetzt okay, weil ich die glaube ich keine konkretere Meinung nennen kann..😅

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  3. Und im Übrigen hängt auch noch viel davon ab wie beim Lesen des Buches der Unterricht gestaltet wird…Diese langweiligen Analysen schrecken wahrscheinlich auch einfach viele Schüler ab

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