Rezension: „Solange die Nachtigall singt“

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„Solange die Nachtigall singt“ – Antonia Michaelis

Klappentext:  “ Als der achtzehnjährige Jari auf die geheimnisvolle Jascha trifft, ist er überwältigt von ihrer Schönheit. Fasziniert folgt er ihr in das abgeschiedene Haus im Wald-obwohl er spürt, dass dieser Ort ein düsteres Geheimnis birgt. Etwas ist geschehen. Etwas, das schrecklicher ist als alles, was Jari sich je hätte ausmalen können. Etwas, das ihn in tödliche Gefahr bringt…“

 

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Zuerst möchte ich sagen, dass ich das Cover des Buches wunderschön und sehr passend finde: der verwunschen- und düsterwirkende Wald und das verschwommene, kaum erkennbare Mädchen im weißen Kleid. Es passt zur Handlung und zur Atmosphäre des Romans und auch der Titel “ Solange die Nachtigall singt“ fügt sich gut in dieses Bild dazu.

Wenn ich das Genre des Buches bestimmen müsste, würde ich sagen, dass es eine Mischung aus Märchen und Psychothriller ist und genau das ist es , weshalb dieser Roman so besonders für mich ist. Es ist eine sehr ungewöhnliche Mischung und e hat einige Zeit gedauert bis mich die Geschichte gefesselt hat, aber dann hat sie mich gar nicht mehr losgelassen. An keiner Stelle der Handlung hat mir die Spannung gefehlt, es passiert so vieles Merkwürdiges und Unerklärliches in dem kleinen Haus von Jascha mitten im Wald und dadurch wird auch die Langatmigkeit vermieden. Denn erst am Ende wird verständlich was Jascha für ein Geheimnis verbirgt und was hinter den rätselhaften Geschehnissen steckt. Dieses Ende ist aber kein Ende, das dem Leser alle Fragen beantwortet, nein, im Gegenteil ; es wirft sogar noch neue Fragen auf. (Dennoch wird der Leser nicht vollkommen im Unwissen gelassen, wie bei manchen Büchern, sodass man denkt ,der Autor wusste nicht mehr was er schreiben sollte.) Genau das ist es , was mich so überzeugt hat. Der Leser macht sich Gedanken über die Geschichte und versucht die Handlungen noch einmal zu durchgehen, auf der Suche nach Lösungen und Erklärungen.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass ich an keiner Stelle des Buches dachte, dass mir diese Szene aus irgendeinem anderen Buch oder Film bekannt vorkommt. Alles war neu, unbekannt und kein bisschen voraussehbar. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das annährend eine Handlung wie dieses hat.

Ich würde diesen Roman nur den wirklichen Bücherliebhabern empfehlen, die dazu bereit sind sich auf etwas völlig Neues mal einzulassen und sich auch Gedanken darüber zu machen. Sicherlich trifft es nicht jeden Geschmack, da es sehr seltsam ist, aber meiner Meinung nach lohnt es sich auf jeden Fall, es zu versuchen 🙂

 

Der besondere Schreibstil und die unglaublich gut vermittelte düstere Atmosphäre, die in dem Wald und zwischen Jari und Jascha herrscht, machen „Solange die Nachtigall singt“ zu einem meiner Lieblingsbücher 😀 Ich vergebe 5 von 5 Sternen!

Liebste Grüße und viel Lesezeit !

Sarah

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8 Gedanken zu “Rezension: „Solange die Nachtigall singt“

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