Die Stunde der Liebenden

Allgemein, Rezensionen

☆„Nicht großartig – entschuldige, ich kann nicht klar denken. Was ich meine, ist, dass du anders bist. Im schönsten Sinn.“ (…) „Du bist zurückhaltend, aber nicht schüchtern… Und du bist aufmerksam“(…) „und du siehst die Dinge anders, zeigst Verständnis, wie es die meisten Menschen nicht können.“ s. 305☆

Der Roman Die Stunde der Liebenden, geschrieben von Lucy Foley (ihr erstes Buch), hat insgesamt 460 Seiten, ist in drei Abschnitten unterteilt und hat 62 Kapitel. Es wird mehrheitlich aus der Ich-Perspektive geschrieben und spielt sich 1928 und 1986 ab.

Inhalt

Kate ist eine Kunsthochschulabsolventin, ihr Traum ist es, eine berühmte Fotografin zu werden. Doch das Leben macht es ihr nicht leicht: ihre Mutter, die eine Waise war, starb bei einem Flugzeugabsturz. Sie hatte ein sehr gutes Verhältnis zu ihrer Mutter June. Deshalb zieht sich Kate zurück, verkriecht sich und will nur noch fotografieren. Allerdings entdeckt sie ein Porträt einer jungen Frau, die ihrer Mutter zu ähnlich sieht, als dass es ein Zufall sein könnte. Nach einigen Nachforschungen findet sie heraus, wer der Erschaffer des Porträts ist: der weltweit bekannte Thomas Stafford. Bald wird klar, dass die abgebildete Frau Alice ist und zu dem ihre Großmutter. Kate möchte Alice verstehen, wieso hat sie ihre Mutter in ein Waisenheim gesteckt und sie lebenslang im Glauben gelassen, dass sie Vollwaise ist? Und welche Rolle hatte Thomas Stafford dabei? Aber auf diese Fragen findet sie nur Antworten, wenn sie über sich hinauswächst und auch ab und an wagt, ein Risiko einzugehen. Ein Risiko, dass ihr Leben von Grund auf ändern wird.

Meine Meinung 

Eigentlich wollte ich mir kein Buch mehr kaufen vor den Ferien, doch dann ging ich in einen Bücherladen, (bloß schauen!) und entdeckte dieses Buch. Zu meiner Verteidigung, es steht schon sehr lange auf meiner Wunschliste und lag gerade noch in meinem Budget drin. Aber das schönste ist, es hat mich verzaubert. So richtig begeistert! Ich glaube sogar, es gehört ab jetzt zu einen meiner Lieblingsbüchern.

Lucy Foley hat eine wunderbare Art zu schreiben, es fühlt sich an wie Atmen, man macht es einfach – und hört nicht mehr auf. Auch habe ich nirgends eine Seite bloß überflogen, es lohnt sich, jedes Wort zu lesen.

Normalerweise finde ich Zeitsprünge, Perspektiven- und Geschichtenwechsel überaus nervig. Doch hier hat es sehr gut gepasst, es gehörte zusammen und machte das Ganze zu einem. Zudem konnte ich mehrere Geschichten gleichzeitig zu lesen, denn es ist sehr komplex und alle haben eine andere Ansicht auf die Vergangenheit. Manche Seiten waren wirklich traurig und ein richtiges Happy End bleibt aus. Alles andere währe allerdings künstlich und kitschig rübergekommen. Der Roman hat verschiedene Liebesgeschichten und eigentlich ist er ziemlich vorhersehbar. Doch desto länger ich las, umso unsicherer wurde ich, ob meine Vermutungen stimmen.

Zu den Personen, Kate ist wunderbar und auch Thomas schließt man augenblicklich ins Herz. Sie haben so eine Art an sich, eine Verletzlichkeit, die es mir nicht ermöglichte, die beiden Figuren kritisch zu betrachten. Was ich hier noch anmerken will, ist, dass es sehr viele Personen im Buch gibt und ich manchmal studieren musste, wer das jetzt war… aber eigentlich geht es ganz gut, den Durchblick zu behalten.

Etwas Anderes: Eigentlich freue ich mich immer auf das Ende einer Geschichte. Alles wird aufgedeckt und die Geschichte findet ihren Sinn (darum mag ich keine Thriller…), aber hier dachte ich bloß, dass sie bitte nicht enden soll! Es waren noch so fünf Seiten und ich hatte wirklich Panik gekriegt, weil noch so viel zu sagen war und so viele Menschen sich noch treffen mussten. Jedoch kam die letzte Seite, es war ein Epilog, ungefähr eine halbe Seite, und sie gefiel mir. Wie der Rest des Romans.

Fazit

Lesen? Lesen!! Ich verschenke alle fünf Sterne! Empfehlen tue ich es eigentlich allen, die diese Sorte Bücher mögen.

Eure Anjuli 🙂

 

 

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