Rezension „Solitaire“

Allgemein

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Klappentext:
Die sechzehnjährige Tori Spring hat das Gefühl, dass sie sich zwischen Weltschmerz, Erfolgsdruck, dem Zwang, ihre Zukunft planen, sich selbst finden und jetzt eigentlich die beste Zeit ihres Lebens haben zu MÜSSEN, verliert. Dass sie kurz davor ist, zu zerbrechen an der Gleichgültigkeit der Welt. Dass sich daran auch im neuen Jahr nichts ändern, dass wieder nichts passieren wird. Und dann passiert doch etwas: Tori trifft auf Michael Holden. Eigentlich verkörpert Michael mit seinem Enthusiasmus und der schwarzen Hipster-Brille all das, was Tori verachtet, und dennoch ist sie fasziniert von seiner überschäumenden Lebensfreude und seiner Neugier auf die Welt. Und es gibt Solitaire, eine anonyme Schülergruppe, die seit Kurzem Toris Schule in Atem hält. Anders als alle anderen fragt Tori sich, was und wer wirklich hinter Solitaire steckt.

Cover:
Das Cover ist in matten Farben gehalten, die, wie ich finde,  irgendwie eher abgenutzt aussehen und trostlos. Man sieht im Vordergrund ein Mädchen, was wahrscheinlich Tori darstellem soll. Der rote Regenschirm taucht auch im Buch auf, was ich daher ziemlich gut passend finde, weil ich es liebe, wenn Elemente auf dem Cover sind, wo man die Bedeutung erst beim Lesen herausfindet. Die Würfel, die auf dem Cover herunterregnen, kann man auch im Buch bei Absätzen abgebildet finden. Mir gefällt auch der allgemeine Gestaltungsstil, sodass das Cover wie gemalt aussieht.

Ich finde, dass das Cover sehr schön zum Inhalt passt, da es, wie ich finde, die Gefühle, die im Buch versteckt sind, schonmal angedeutet rüber bringt. Außerdem sieht es einfach mal anders aus, sodass es auch ausfällt.

5/5 Sterne

Titel:
Der Titel passt schon irgendwie zum Inhalt, da ja das „Rätsel“ im Mittelpunkt des Buches ist, wer hinter der Seite „Solitaire“ steckt. Das Problem ist für mich nur, dass das für mich nicht das ist, was der Mittelpunkt des Buches ist, aber dazu komme ich später nochmal genauer. So an sich hätte mich persönlich der Titel nicht angesprochen, weil er nicht mal annähernd auf die ganzen Gefühle in dem Buch hindeutet.

2/5 Sterne

Umsetzung:
Ich hatte aufgrund der vielen schlechten Kritiken nach dem Erscheinen des Buches das Buch wieder von meiner WuLi gestrichen…ein großer Fehler! 
Wieder in den Kopf ist mir das Buch beim Stöbern durch Thalia gekommen und bei Reinlesen hat es mir so so gut gefallen, dass ich es mir dann wenige Tage später gekauft habe.

Ich glaube, dass das Problem, was viele mit dem Buch haben, ist, dass man die Protagonistin mögen muss. Denn wie ich finde steht sie und ihre Entwicklung, ihr Leben und ihre Gefühle im Mittelpunkt dieses Buches. Und da sind wir auch schon beim oben genannten Kritikpunkt. Nach dem Titel ist die Haupthandlung, wer hinter Solitaire steckt, doch für mich war das eher nebensächlich. Ich bin ja selber in dem Alter Protagonistin und konnte mich an einigen Stellen einfach total in der Protagonistin wieder finden und ihre Gefühle nachvollziehen, doch ich glaube, wenn man das nicht kann, dann wird man das Buch einfach blöd und langweilig finden. 
Vor allem ist Tori auch eine sehr starke, komplexe und außergewöhnliche Protagonistin, die aber sehr pessimistische Züge, wie ein großes Gefühlschaos und viele Probleme hat, was den Charakter natürlich sehr prägt. Ich finde jedoch, dass genau das einfach mal was anderes war und ich fand sie trotz dessen einfach sehr sympatisch. Aber das ist natürlich meine persönliche Meinung.

Toll fand ich auch, dass in dem Buch viele verschiedene wichtige Themen angesprochen werden, die auch vor allem die Zielgruppe betreffen. Es zeigt viele Konflikte, die in diesem Alter auftauchen und die ich eben selber auch ähnlich erlebe. Auch werden einige schwerwiegende, tiefgründige Themen angesprochen, wie z.B. Essstörung, Mobbing/soziale Konflikte und Depressionen. Ich finde also, dass es vor allem auch für Jugendliche ein tolles Buch ist.

Wenn man den ganzen Verlauf der Geschichte betrachtet, kann man auch eine große Entwicklung der Charaktere, inbesondere Tori, erkennen, was ich auch immer sehr gelungen bei solchen Romanen finde.

Insgesamt finde ich, dass das Buch nicht nur eine sondern viele wichtige „Messages“ rüberbringt, worüber wohl jeder mal nachdenken sollte und manche werde ich durchaus auch nicht so schnell wieder vergessen.

Der Schreibstil ist ebenfalls sehr gelungen, da sich das Buch schnell lesen lässt, es aber trotzdem sehr tiefgründig ist und teilweise sogar poetische Züge hat, was ich persönlich sowieso sehr mag.

4.5/5 Sterne

Zusammenfassung:
Zusammenfassend kann ich sagen, dass es ein sehr gelungener Roman über das Leben und vor allem auch das Erwachsenwerden ist. Das Buch fasst viele wichtige Themen, wie z.B. Essstörung, soziale Konflikte und Depressionen, auf, die tatsächlich insbesondere auch Teenager betreffen, sodass ich es vor allem auch für die Zielgruppe empfehlen kann (im übrigen auch meine Zielgruppe). Der Mittelpunkt des Buches ist, meiner Meinung nach, nicht wie durch den Titel angedeutet, wer hinter Solitaire steckt, sondern einfach das Leben, die Gefühle und die Gedanken der Protagonistin, die man durchaus mögen sollte, da man wahrscheinlich sonst auch das Buch nicht mögen wird, wenn man nicht wirklich mitfühlen kann.

4.5/5 Sterne

LG Nessi

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12 Gedanken zu “Rezension „Solitaire“

      1. Ja, nachdem ich die ersten paar Seiten angefangen habe, gefiel es mir richtig gut. Ich konnte mich nachher so gut in Toris Gefühle hineinversetzen und nebenbei fand ich Michael auch noch super cool und lustig.

        LG Isla 🙂

        Gefällt 1 Person

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